TSG 1846 Kastel verlängert Kooperation „NEIN! zu Diskriminierung und Gewalt“

Seit zwei Jahren ist die TSG 1846 Mainz-Kastel Kampagnenpartner mit der Sozialstiftung des Hessischen Fußballs und Mitglied im Fair Play Forum des Hessischen Fußballs (www.fairplay-hessen.de).

Die zweijährige Kooperation über die Kampagne „NEIN! zu Diskriminierung und Gewalt“ ist im April 2016 auf unbefristete Zeit verlängert worden. Als Partner der Kampagne hat sich die Jugendfußballabteilung der TSG Kastel dazu verpflichtet einmal jährlich einen Workshop mit jugendlichen Nachwuchsfußballern zum Thema Diskriminierung, Gewalt, Rassismus durchzuführen.

Dabei wird der Verein von der Sozialstiftung des Hessischen Fußballs unterstützt. Ziele der Aktion sind die Förderung von sozialen Aktivitäten im Fußball, Maßnahmen zur Gewaltprävention, Integration von Spielerinnen und Spielern aller Nationalitäten und Religionen im Verein und den Gedanken des Fair-Play zu leben. Diese Ziele stehen im Einklang mit dem Leitbild des Hessischen Fußball-Verbandes.

Die TSG 1846 Mainz-Kastel steht daher mit einem Leitsatz für die Kampagne ein:
„Wir die TSG 1846 Mainz-Kastel, sprechen uns als Partner des Fair Play Forums des Hessischen Fußballs für Integration, Vielfalt und Respekt – gegen Diskriminierung, Rassismus, Antisemitismus, Rechtsextremismus und Gewalt im und um den Fußball aus. Wir rufen alle Verantwortlichen, Spieler und Zuschauer auf, sich diesem Fair Play Gedanken anzuschließen.“

U15 C-Junioren nehmen am ersten Workshop teil

Einen ersten Workshop zum Thema „Gewaltprävention und Umgang mit Diskriminierung auf dem Sportplatz“ durfte die U15 Jugend der TSG Kastel mit einem geschulten Sportpädagogen absolvieren. 15 Jugendliche, zwei Trainer und zwei Betreuer nahmen an dem Workshop teil. Zunächst wurden die eigenen Erfahrungen ausgetauscht. Schon jeder der Teilnehmer konnte über die negativen Seiten von Diskriminierung, Rassismus und Gewalt auf dem Sportplatz aus eigener Erfahrung berichten. Damit umzugehen fällt jedem von Ihnen schwer und den Provokationen auf dem Sportplatz wird oftmals mit erneuten Provokationen geantwortet. Es entsteht eine Gewalt-Spirale, die im schlimmsten Fall mit einem Platzverweis durch den Schiedsrichter endet.

Workshop bei TSG

Der Workshop bot Lösungen an, wie diese negative Spirale durchbrochen, wie Provokationen begegnet werden kann. Zum Beispiel Cool bleiben, dem Porvokateur keine Beachtung schenken, sich also nicht provozieren lassen, sich auf die eigenen Aufgaben konzentrieren. Der kurzfristigen Befriedigung einer Racheaktion auf dem Spielfeld wurden die Mannschaftsziele, der Teamspirit, das Gemeinschaftsgefühl und der selbstlose Einsatz für das Team, den Trainer und die Fans entgegengesetzt. Nur das Erreichen der Mannschaftsziele führt letztenendes zu einem nachhaltigen positiven Erlebnis des Einzelnen und der ganzen Mannschaft. Die negative Erfahrungen auf dem Spielfeld Frust, Wut ja sogar Hass sollen die Spieler in eine größere Anstrengung für die Ziele der Mannschaft, also zum Beispiel den Sieg des Spieles, umleiten und sich so selbst belohnen.

Zum Ende der Aktion unterschrieben alle Teilnehmer ein großes Plakat mit dem Kamapagnen-Leitspruch der TSG Kastel. Das Plakat wurde im Schaukasten direkt vor dem Kabinenausgang aufgehängt und wird die jungen Fußballer nun immer dann, wenn sie aus dem Kabinenbereich auf den Sportplatz gehen an diesen Abend und das erarbeitete Wissen erinnern.