Aktive der TSG scheitern an mangelnder Chancenverwertung und verlieren mit 2:3 gegen Delkenheim

1. Mannschaft gegen Delkenheim
Ein klasse Spiel bot die erste Mannschaft der TSG den zahlreichen Zuschauern auf der Bezirkssportanlage; lediglich das berühmte ‚Runde‘ wollte nicht so oft in das nicht minder berühmte ‚Eckige‘.

In den ersten 25 Minuten der Begegnung gegen den FV Delkenheim war nichts von dem zu sehen, was die TSG normalerweise auszeichnet. Es wurden keine Zweikämpfe gewonnen, das unbedingte Gefühl des gewinnen wollens war nicht zu spüren und in der Offensive setze man relativ wirkungslos auf lange Bälle in die Spitze, die von der guten Delkenheimer Defensive mit großer Leichtigkeit abgefangen wurden. Delkenheim selbst hatte zwar nicht viele Chancen, diese aber nutzten sie mit der Präzision eines schweizer Uhrwerks. Bereits in der 12. Minute zog Steven Coigné bei einem Zweikampf den Kürzeren. Der auf das Tor von Sebastian Benthin zueilende Spieler lupfte den Ball über den Kasteler Torwart hinweg zum 0:1 in die Maschen. Keine zehn Minuten später kam ein Delkenheimer Spieler nach einem Eckball völlig ungedeckt im Strafraum an den Ball und lenkte diesen zum 0:2 über die Linie.

Steven Coigné bereitet die Flanke vorGlücklicherweise ließen sich die Gastgeber nicht unterkriegen. So nahm man ab der 25. Minute endlich die Zweikämpfe an, somit das Heft in die Hand und beackerte nun den Platz wie es sich für eine Heimmannschaft auch gehört. Die beste TSG-Chance der ersten 45 Minuten hatte Pierre Winterstein. Leider aber verstolperte er den Ball nach mustergültiger Flanke von Steven Coigné, sodass es beim 0:2 blieb, was auch gleichzeitig der Halbzeitstand war.

kämpferische Leistung wird doch nicht belohntZu Beginn der zweiten Halbzeit zog sich Delkenheim weiter zurück und machte zumindest offensiv nicht mehr als unbedingt nötig. Allerdings ließ die TSG die nötige Konsequenz im Abschluss weiterhin vermissen, sodass die Gäste sich keiner all zu großen Gefahr ausgesetzt sahen. Die beste Chance in der Anfangsviertelstunde der zweiten 45 Minuten hatte erneut Pierre Winterstein, der eine Direktabnahme über das Tor setzte. Wie man es besser machte, zeigten dann wiederum die Gäste, die in der 62. Minute nach einem phantastischen Sololauf über die rechte Seite mit einem Flachschuss ins ‚lange Eck‘ die scheinbar sichere Führung zum 0:3 erzielten.

Nun aber drehten die Kasteler richtig auf. Angriff auf Angriff rollte auf das Delkenheimer Tor zu, und es schien nur eine Frage der Zeit, wann endlich der erste Treffer fallen würde. Zunächst zirkelte Goalgetter Kevin Krämer in der 71. Minute einen Kopfball noch knapp am gegnerischen Tor vorbei. Zwei Minuten später machte er es dann wesentlich besser, als er einen scharf nach innen geschossenen Freistoß von Serdal Barin über die Linie drückte. Nun ließ man den Gästen überhaupt keine Luft mehr zum atmen und spielte ein Powerplay vom Feinsten. Mit Glück und Können jedoch konnte der FV Delkenheim das schlimmste aus seiner Sicht verhindern. Lediglich Cornel Kaden gelang in der 89. Minute noch ein Treffer; aber allein dieser Distanzschuss aus gut und gerne 25 Metern war schon das Eintrittsgeld wert.

Unter dem Strich bleibt festzuhalten, dass mit Delkenheim die Mannschaft gewonnen hat, die die wesentlich bessere Chancenverwertung hatte und so zeigte, wie man Spiele erfolgreich gestaltet. Für die TSG gilt es nun, am kommenden Sonntag beim Auswärtsspiel in Naurod die heute verlorenen Punkte möglichst wieder zurückzuerobern, um nicht schon frühzeitig in den Abstiegskampf zu geraten, denn da gehört die Mannschaft mit ihrem Potenzial auf keinen Fall hin.

Für die TSG spielten: Benthin, Simao Dos Santos, Kaden, Cehic, P. Tesinic (40. N. Tesinic), Diehl (66. Bouhlas), Barin, Klein (84. Kierek), Coigné, Winterstein, Krämer. Nicht eingesetzt: Bickler, Azkigöz und Demirel (ETW).

Fotos vom Spiel in der Fotogalerie