Aktive I: SV Frauenstein – TSG 1846 Kastel 4:2 (1:0)

Im letzten Spiel der laufenden Saison konnte die erste Mannschaft der TSG Kastel trotz mehrerer hochkarätiger Chancen beim Aufsteiger in die Gruppenliga leider nicht punkten.

Die Begegnung in Frauenstein stand für die Gastgeber ganz im Zeichen des Abschieds. Vor Anpfiff der Partie bedankte man sich bei den den Verein verlassenden Spielern und dem Trainer. In diesem Zusammenhang gratulierte TSG-Aktivenleiter Stephan Hußler dem SV Frauenstein auch zum Aufstieg bzw. zur Meisterschaft und überreichte als kleines Präsent einen Ball.

Gespickt mit wiederum mehreren A-Jugendlichen versuchte die TSG Kastel dem Tabellenführer Paroli zu bieten. Die ersten Chancen hatten allerdings die Hausherren, die bereits in der 7. Spielminute mit einem fulminanten Lattenknaller das erste Ausrufezeichen setzten. So war es auch nicht verwunderlich, dass bereits nach einer guten Viertelstunde das 1:0 fiel. Dies war für die TSG möglicherweise so eine Art ‚Hallo-wach-Effekt‘. Denn mit zunehmender Spieldauer kam die Mannschaft immer besser in die Begegnung rein. Man zeigte zumindest bis zum Strafraum durchaus sehenswerte Spielzüge, ließ allerdings immer wieder die nötige Konsequenz im Abschluss vermissen. Und wenn mal ein Ball durch die Abwehr der Gastgeber kam, wurde dieser eine sichere Beute des Frauensteiner Torhüters.

Eine gute halbe Stunde war bereits gespielt, als Kastels Toptorjäger Mohamed Morchid die erste ganz dicke Chance für die TSG besaß, diese aber leider nicht verwandeln konnte. Wenig Minuten später gab es für dessen Bruder Nabil ebenfalls die Riesenchance zum Ausgleich, aber auch er hatte leider kein Glück im Abschluss. So blieb es zur Halbzeit bei der durchaus schmeichelhaften Führung für den SV Frauenstein.

Der Anfang der zweiten 45 Minuten war aus Kasteler Sicht absolut zum Haare raufen. Es waren nach dem Wiederanpfiff gerade mal gut zwei Minuten gespielt, da stand es bereits 3:0 für Frauenstein. Warum die Mannschaft ihre gute Leistung der ersten Halbzeit mit einer solchen Schlafmützigkeit vergessen ließ, wird wahrscheinlich niemand genau erklären können. Allerdings kam ähnlich zum Führungstreffer der Gastgeber aus der ersten Halbzeit die TSG nun wieder deutlich besser ins Spiel. Und diesmal sogar mit Erfolg. Denn bereits in der 51. Minute sorgte Mohamed Morchid (wer sonst?) für den ersten Kasteler Treffer.

Nun hatte die Mannschaft Blut geleckt und war drauf und dran, dem Spiel noch eine Wende zu geben. Angetrieben von einer bärenstarken kämpferischen Leistung ihres Spielführers Stefan Vicentic gab es mehrere hochkarätige Möglichkeiten, den Anschlusstreffer herzustellen. Aber immer wieder verhinderten das Torgebälk, der gegnerische Torwart oder sonstige unglückliche Umstände den Anschlusstreffer. Bis, ja bis einmal mehr Mohamed Morchid seinen unnachahmlichen Torriecher unter Beweis stellte und zum 2:3 aus Kasteler Sicht traf.

Bei strömendem Regen setzte die TSG nun alles auf eine Karte und wollte auf Biegen und Brechen den Ausgleich erzielen. Leider wurde dadurch die Defensive zu sehr entblößt, sodass dem SV Frauenstein das 4:2 gelang. Obwohl die Mannschaft auch weiterhin nicht aufgab, schien nun der letzte Biss zu fehlen. Daher blieb es in einer Begegnung, in der durchaus mehr drin gewesen wäre, beim insgesamt gesehen etwas glücklichen Frauensteiner Sieg.

Aufstellung: Becker, Folville, Cehic, Schönberger, Riggio, M. Morchid, Fank, N. Morchid, Leipner, Coigné und Vicentic sowie Gläßner.

Tore für die TSG: 3:1 M. Morchid (51.), 3:2 M. Morchid (68.)